Kapitel 4 - Abgewrackt II
Jetzt wurde der Wagen in den Osterferien 2003 erstmal komplett zerlegt.
Die Technik ist seit den letzten 45 Jahren total verschlissen. Der Kabelbaum ist eher ein Misthaufen, schließlich war Opa ja Elektriker. Teilweise waren Kabel auf 30m 1 mal zusammengedreht, 3 mal verquetscht und 2 mal verlötet.
Das der Wagen nicht abgebrannt ist, glich einem Wunder.
Auch wenn es nie so geplant war, gehörte es jetzt doch zu den Dingen die ich
beim Karosseriebauer gelernt hatte. Das Auto ist voller Rost. Der Rost sitzt in
den Poren und den kriegt man da nur durch Sandstrahlen raus. Und nach der ganzen
Arbeit kann man den Wagen auch noch eben komplett zerlegen.
Mein Vater war zwar eigentlich gegen Sandstrahlen, im Kapitel 3 sieht man jedoch
schon ein paar gestrahlte Stellen, die ich mal mit einer Handbecherpistole
gestrahlt hatte. Das hat Ihn dann überzeugt.
In den Ferien waren meine Eltern übrigens irgendwo im Urlaub, so konnte ich
mich also 16h am Tag auf mein Auto konzentrieren.
Nur meine damalige Freundin kam ab und an dazwischen. Das hielt aber nicht
lange, der Wagen hat mich mehr und Sie mich gar nicht interessiert.
Auf dem nächstem Foto sieht man, wie an einem 3 Tonnen Kran ein Motor hängt, an
welchem noch der Wagen hängt. (was ein Satz)
Der ist beim Hochziehen vorne im Luftleitblech hängen geblieben und hat den Wagen hochgehoben. Die Reste der Beule, die ich nicht weggespachtelt bekommen habe, sind immer noch da. Wer es nicht glaubt kann ja mal suchen :)
Erstmal raus mit dem Teil. Über das Thema "Wo befestige ich einen Motor" reden wir nun besser nicht.
Als mein Vater aus dem Urlaub wiederkam, stand der Wagen dann auf 4 Böcken,
abgewrackt da. Keine einzige Schraube war mehr drinnen.
Das Kapitel Sandstrahlen konnte losgehen. Die Lust am Auto ist mir noch nicht
vergangen, dafür aber die Lust am fotografieren. Aber, das ist nicht mein
Problem, ich weis ja wie es aussah.
Schrecklich.